nächste Termine

Ostertörn mit der “Petrine”

Zähne putzen umter’m Großsegel

Petrin1

Mit dem See-Ewer „Petrine“ ging es mit typischem Aprilwetter, Sonne – Regen – Sonne – Regen, für vier Tage kreuz und quer über das Stettiner Haff.

Nach der Segelwachen-Einteilung starteten wir in Wolgast und segelten mit Fock, gerefftem Großsegel und Besan in Richtung Ueckermünde. Pünktlich zur Mittagszeit wurde der Anker im Peenestrom ausgeworfen und der Ankerball gesetzt, um in Ruhe zu Mittag zu essen. Dann ging es weiter zur Zecheriner Brücke die erst um 16.45 Uhr für uns öffnete, sodass wir notgedrungen abermals ankerten. Diese Wartezeit vertrieben wir uns mit Spielen und musikalischen Beiträgen. Als wir die Brücke passiert hatten, wurde zusätzlich noch der Klüver gesetzt, damit hatte die Vorsegelwache, zu der auch ich gehörte, etwas mehr zu tun. So segelten wir bis vor die Hafeneinfahrt von Ueckermünde, vor der alle Segel geborgen und der Motor angeschmissen wurde. Während des Passierens der ziemlich langen Hafeneinfahrt konnten wir eine Vielzahl von Graureihern beobachten, die sich später in der Nacht einen lauten Kampf lieferten. Gegenüber unseres Liegeplatzes bewunderten wir eine nachgebaute Kogge mit Piratenflagge.

Petrin4

Nach einem wunderbaren Abendessen ging es in einen entspannten Abend über. Es wurde sich noch bis in die frühen Morgenstunden über den neusten Klatsch und Tratsch von Gott und der Welt ausgetauscht.

Der nächste Tag bestand aus Regen. Die vorhandene Stadtnähe nutzten wir, um ein wenig Kultur zu erleben. Jedoch bietet Ueckermünde keine beeindruckenden kulturellen Highlights, sodass unser Stadtrundgang ein schnelles Ende fand. Nach dem Mittagessen verließen wir den Hafen von Ueckermünde, wo wir wieder eine Vielzahl von Graureihern bewundern konnten. Dann ging es auf eine rasante Überfahrt nach Kamminke. Durch den jetzt schon deutlich spürbaren Wind segelten wir nur mit Fock und einfach gerefftem Großsegel.

Petrin3

Als sich jedoch eine bedrohlich aussehende schwarze Wolke näherte und der Wind, der Hagel und Sturmböen mit sich brachte, das Wasser über die Reling peitschte, kam vom Kapitän der Befehl: „Fock runter!“. Ich stand dabei gerade am Herd und kümmerte mich um den Teig für die Windbeutel, die es zur Vesper geben sollte. Von daher traf mich die Ansage zum „Segel bergen“ etwas unvorbereitet, doch ich schnappte mir meine Jacke und eillte die Treppe hinauf, um meiner Wache zu helfen. Dabei habe ich gemerkt, was für eine immense Kraft der Wind hat, wenn man versucht die Fock festzuhalten und nur eine kleine Tasche entsteht in der sich der Wind verfangen kann. Parallel dazu wurde das Großsegel soweit runtergenommen, dass es doppelt gerefft werden konnte. Trotzdem fegten wir immer noch mit neun Knoten über das Stettiner Haff. Anschließend wurden das Großsegel mit doppelten Reff und die Fock wieder gesetzt.

In Kamminke angekommen bot der Hafen keinen Windschutz. Es brauchte mehrere Anlegeversuche, ehe wir die Heckleine an Land werfen konnten und die „Petrine“ sicher an der Kaimauer vertäut war. Durch den nicht vorhandenen Windschutz schaukelte uns die „Petrine“ von Backbord nach Steuerbord und wieder zurück in den Schlaf.

Der nächste Morgen begann mit einem Osterfrühstück das durch die Vorsegelwache zubereitet werden musste. Deshalb klingelte mein Wecker dann schon um sieben statt um halb acht. Wir bereiteten Rührei und gekochte Eier für die Mannschaft vor und wünschten ihnen: „Frohe Ostern!“. Anschließend folgte der Osterspaziergang auf den Golm. Dort begann die große Osternestersuche. Für jeden von uns gab es ein Osternest. Zwei Schoko-Maikäfer zeigten mir den Weg zu meinem Osternest in einem hohlen Baum.

Petrin2

Zurück an Bord ging es mit fast vollständiger Segelfläche (nur das Großsegeltop fehlte) mit zwei bis drei Knoten in Richtung Kamp. Da ich den fast nicht vorhandenen Wind als unbedenklich einstufte, ging ich nach dem Setzen von Fock, Klüver und Flieger zur Navi und steuerte die „Petrine“ erst nach Kompass und anschließend durch den Tonnenparcours bis vor den Liegeplatz in Kamp. Das Anlegemanöver überließ ich dann wieder dem Kapitän. Ich habe dabei gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit vergangen ist.

Der Liegeplatz von Kamp befindet sich genau vor dem Technikdenkmal „Karniner Brücke“. Von der Brücke ist nur noch die mittlere Hubbrücke übrig. Die Brückenteile rechts und links von der Hubbrücke wurden 1945 weggesprengt, wie mir Geschichts- und Technikinteressierte Mitsegler erklärten. In Kamp veranstaltete der „Sonne, Wind & Mehr Hafenverein e.V.“ ein Osterfeuer. So konnten wir unser Ostergrillen am Lagerfeuer durchführen und den letzten Abend am schönsten Liegeplatz des Törns ausklingen lassen.

Petrin5

Am Ostermontag ging es zurück nach Wolgast. Da die Zecheriner Brücke bereits um 8.45 Uhr öffnete, mussten wir während des Frühstückes ablegen. Bei voll gesetzten Segeln , Sonnenschein und wenig Wind putzten wir dann unter dem Großsegel gemeinsam unsere Zähne.

In Wolgast angekommen begann eine hektische Verabschiedungszeremonie, denn der Zug in Richtung Heimat rollte schon heran.

 

Aber eins ist klar: Nächstes Jahr treffen wir uns wieder – zum Zähneputzen unterm Großsegel!

Info´s zum See-Ewer “Petrine” findet ihr unter www.petrine.de.

Text und Bilder: K. Wendt

tn pas cher nike tn pas cher golden goose saldi golden goose saldi golden goose saldi golden goose saldi golden goose saldi golden goose saldi air jordan pas cher air jordan pas cher jordan pas cher air jordan pas cher air jordan pas cher hogan outlet online hogan outlet hogan outlet online hogan outlet online hogan outlet online hogan outlet online hogan outlet online hogan outlet online scarpe casadei outlet scarpe casadei outlet scarpe casadei outlet scarpe casadei outlet scarpe casadei outlet