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Rugia – Yachtregatta einmal rund Rügen

Vom 02.05. – 05.05.2008 nahmen ca. 30 Yachten an der Rugia 2008 – Rund Rügen teil. Dabei wurden 4 Marinas rund um Rügen angelaufen. Unser Boot war eine Bavaria – 39 Fuß-Yacht. Die Crew bestand neben dem Skipper und mir aus 5 weiteren Segelenthusiasten.

Nach dem sich alle teilnehmenden Yachten am Freitag in Stralsund trafen und bis in die frühen Morgenstunden in der "Werkstatt" abfeierten, ging es am Freitag mit dicken, langen Augen pünktlich zum 08:20 Uhr Brückenzug der Ziegelgrabenbrücke los.

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Die in der Mitte – das ist unsere Yacht

Bei wenig bis gar keinen westlichen Wind und Regen ging es achterlich langsam voran. Das Feld zog sich sehr schnell auseinander. Da selbst auf dem Greifswalder Bodden der Wind nur mäßig zunahm, brauchten wir bis ca. 16:00 Uhr, bis wir als einer der ersten Yachten bei Sonnenschein unseren zweiten Anlaufpunkt, die Marina Kröslin (Festland, gegenüber der ehem. 1. Flottille der VM in Peenemünde), sahen. Abends gab es in der anliegenden Gastsätte eine zünftige Seglerparty mit Essen und Tanz. Die Marina Kröslin – ich kannte sie bis dahin nur durchs Fernglas – ist eine moderne und neu hergerichtete Marina mit ausgezeichneten Liegeplätzen sowie sanitären Einrichtungen. Mit in die Hafenanlage integriert ist eine Gaststätte sowie eine Snack- oder Bierbar. Zu den Liegplatzgebühren kann ich nichts sagen, die waren mit dem Startgeld bereits bezahlt. Allerdings ist der Hafenmeister ab 18:00 Uhr nicht mehr zu erreichen. Duschen ist mit 50-cent Stücken möglich – da reichen 1 bis 2 Geldstücke pro Duschvorgang allemal. Von mir gibt es ein “Empfehlenswert“.

Am Samstag stand uns der längste Abschnitt bevor – von Kröslin nach Glowe (Lohme ist derzeitig wegen Einsturzgefahr des Steilufers gesperrt). Bei erneut schwachem Westwind war es zwischenzeitlich notwendig, den eingebauten Diesel zu benutzen. Der Wind nahm dann auf der Ostsee etwas zu. Bei herrlichstem Vorsommerwetter erreichten wir nach knapp 40 sm unser Tagesziel gegen 19:00 Uhr. Die Marina Glowe ist auch wie Kröslin ein neu hergerichteter, kleiner aber feiner Yachthafen mit einem Imbissstand an der Schabe. Wir waren nach dem Klarmachen der Yacht noch im Ort speisen und sind dann nach einem Spaziergang durch Glowe völlig fertig in die Kojen gefallen.

Der Sonntag begann für mich mit einer Schrecksekunde. Nach dem gemeinsamen Frühstück zog ich mich zu den sanitären Einrichtungen kurz (Betonung liegt hier auf KURZ) zurück. Nach dem ich wieder in Richtung meines Schiffes begab, suchte ich dieses im Hafen vergeblich – man legte ohne mich ab, obwohl ich mich vorschriftsmäßig abgemeldet hatte. Nach einem kurzen Sprint durch die Marina konnte ich dann doch noch am letzten Steg zu meiner Crew stoßen – was hätten die bloß ohne mich auf dem großen Wasser gemacht regular_smile. Das ist mir im Übrigen in meiner über 25 Jahren langen Segelei noch nie passiert. Naja, meine Crew hatte den Spass auf ihrer Seite und ab da wurde jedes Mal vor dem Ablegen nach mir gefragt.

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Ein wenig Schräglage haben wir auch "geschoben"

Nach dem sich die Aufregung gelegt hat, ging es Richtung Wiek. Das Wetter war herrlich, der Wind bei 1-2 zunehmend. Am Kap Arkona wurden die üblichen Bilder geschossen, bevor es dann vorbei an der herrlichen Nordküste Rügens in das Hiddenseefahrwasser ging. Dort ist dann höchste Konzentration gefragt – Kenner dieses Reviers wissen, von was ich hier schreibe – außerhalb des Fahrwassers ist es sehr flach. Über den Wieker Bodden ereichten wir am frühen Nachmittag den Hafen in Wieck. Traditionell ist das der letzte gemeinsame Anlaufpunkt der teilnehmenden Yachten. Über Wiek kann man sich streiten, vor allem, was die Ansicht vom Wasser betrifft. Am Rande des Hafens sind Eigentums- und Ferienwohnungen entstanden, die nun das Bild des Hafens prägen. Ansonsten sehr guter Yachthafen mit neuen Anlegern und sauberem Sanitärtrakt. Die Regatta wurde mit einer abendlichen Bodden-Ostseerundfahrt der Weißen Flotte mit Buffet und anschließend mit einer zünftigen Bordparty auf unserem Schiff beendet. Am Montag haben wir dann mit dem übrig gebliebenen Rest der Crew die Yacht zum Charterunternehmen nach Lauterbach zurück gebracht. Wer Rügen und die Gewässer herum kennt weiß, dass das noch mal ein ganz schöner Kanten ist. Gegen 17:00 Uhr haben wir dann die Yacht entladen und dem Charterer zurückgegeben.

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Durfte auch mal am großen Rad drehen

991 – Fussel

Text und Bilder: Jens Frenzel

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